Wir fordern ausdrücklich auch die Unterstützung von kleinen Betrieben, Existenzgründern (Startups) und jungen Unternehmen durch Beratung, Finanzierungshilfen oder die Bereitstellung von Gründerzentren als Anlaufstellen für Fragen und Hilfestellungen. Kommunen sollten bei der Auftragsvergabe den Unternehmenssitz berücksichtigen und als ein zentrales Kriterium beachten: Lokale Aufträge für lokale Unternehmen.
Wir unterstützen die Ansiedlung von Unternehmen in den Kommunen durch die Bereitstellung von Gewerbeflächen zu vernünftigen Preisen. Kommunen können für die Gründungsphase günstige Vermietungen für gewerbetaugliche Immobilien organisieren oder städtische Flächen aktiv für regionale Betriebe und Gründer öffnen.
Die Kommunen sind dafür mitverantwortlich, dass eine gute Infrastruktur bereitgestellt wird. Dazu gehört auch eine leistungsstarke kommunale digitale Infrastruktur (Glasfaser), die ein zusätzlicher Standortfaktor ist. Auch private Unternehmen sollten gezielt motiviert werden, regionale Anbieter zu beauftragen - etwa durch steuerliche Vorteile oder durch Gebührenfreiheit bei Genehmigungen bzw. Sondernutzungen.
Kommunaler Ausbau von Kinderbetreuungsplätzen ist ein zusätzlicher Standortvorteil, um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu fördern.
Das monströse Ausmaß an Bürokratie und unverantwortlich lange Genehmigungs- und Entscheidungsprozessen geht zu einem Teil auch auf unbedachte Entscheidungen in den Kommunen zurück. Davon sind alle Bürgerinnen und Bürger betroffen. Betroffen ist das soziale Zusammenleben von uns allen und das wirtschaftliche Handeln von Arbeitnehmern und Unternehmern im Besonderen.
Das BSW spricht sich gegen zu komplizierte Informations-, Dokumentations- und Berichtspflichten von Unternehmen, lange Genehmigungsverfahren, unklare Zuständigkeiten und komplizierte Antragsverfahren bei Sondernutzungsrechten aus. Wir fordern pragmatische und bürgerfreundliche Lösungen, „weniger ist manchmal mehr“.