Frieden
Militärplänen wie den „Operationsplan Deutschland“ lehnen wir für den Lahn-Dill-Kreis entschieden ab. Dieser sieht vor, Straßen, Brücken und Versorgung vor Ort „kriegsfit zu machen. So wird auch der Lahn-Dill-Kreis in eine Aufrüstungspolitik hineingezogen, die Geld und Energie verschwendet, die wir für Kitas, Schulen, Krankenhäuser und Schwimmbäder dringend brauchen. Das BSW Lahn-Dill lehnt diese Militarisierungspolitik ab. Wir wollen keine Gesellschaft, die Jugendliche auf Kriegstüchtigkeit trimmt und ihnen gleichzeitig Zukunftsängste aufbürdet. Wer junge Menschen fördern will, muss ihnen Perspektiven in Ausbildung, Arbeit und sozialer Sicherheit bieten, statt sie für Krieg und Rüstung zu instrumentalisieren. Wir wollen stattdessen gezielt den Zivilschutz im Lahn-Dill-Kreis stärken und Städtepartnerschaften weiter ausbauen.
Wirtschaftliche Vernunft
Unsere große wirtschaftliche Stärke an Lahn und Dill sind die vielen kleinen und mittelständischen Unternehmen, die eine große Wertschöpfungskraft erzeugen. Diesen Unternehmen haben wir es zu verdanken, dass viele Arbeitnehmer gut bezahlte Arbeitsplätze in unserer Heimat finden können. Diese müssen wir nachhaltig sichern und unsere Unternehmen stärken. Wir möchten uns dafür einsetzen, dass die Energiekosten ganzheitlich gesenkt werden, unnötige Bürokratie abgebaut wird und Vergabeverfahren beschleunigt werden.
Regulierte Migration
Zuwanderung und das Miteinander unterschiedlicher Kulturen können eine Bereicherung sein. Das gilt aber nur, solange der Zuzug auf eine Größenordnung begrenzt bleibt, die uns auch im Lahn-Dill-Kreis nicht überfordert, und sofern Integration aktiv gefördert wird und gelingt. Die Abschaffung von freiwilligen Integrationskursen lehnen wir ab!
Wir wissen: Den Preis für verschärfte Konkurrenz um bezahlbaren Wohnraum, um Jobs mit niedrigen Löhnen und für eine misslungene Integration zahlen in erster Linie diejenigen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen. Wer in seiner Heimat politisch verfolgt wird, hat Anspruch auf Asyl. Aber Migration ist nicht die Lösung für das Problem der Armut auf unserer Welt. Eine ungesteuerte Einwanderung in unsere Sozialsysteme nach dem Motto „Bürgergeld + Schwarzarbeit“ lehnen wir kategorisch ab. Stattdessen brauchen wir faire Weltwirtschaftsbeziehungen und eine Politik, die sich um mehr Perspektiven in den Heimatländern bemüht.
Soziale Gerechtigkeit
Seit Jahren wächst in unserem Land und auch im Lahn-Dill-Kreis die Ungleichheit. Millionen Menschen arbeiten hart, um sich und ihren Familien ein gutes Leben zu ermöglichen. Sie sind es, die unsere Gesellschaft am Laufen halten und einen Großteil der Steuern zahlen. Statt dafür den gebührenden Respekt und soziale Sicherheit zu erhalten, ist ihr Leben in den zurückliegenden Jahrzehnten unsicherer und schwerer geworden. Viele kommen trotz Vollzeitjob mit ihrem Einkommen kaum noch über den Monat und müssen den Gürtel immer enger schnallen. Das Aufstiegsversprechen der sozialen Marktwirtschaft gilt leider nicht mehr. Wir möchten uns dafür einsetzen, dass die Menschen nicht noch weiter mit Gebühren, Abgaben und weiteren Steuern weiter belastet, sondern entlastet werden.
Bezahlbarer Wohnraum
Wohnraum wird immer knapper und teurer – während Häuser leer stehen. Wenn Wohnen zur Spekulation wird, verlieren Familien, Rentner und junge Menschen ihre Heimat. Wir möchten uns für kommunale Wohnprojekte, kluge Planungen von Quartieren und regionale Wohnungsbaugesellschaften einsetzen. Auch in Zukunft muss Wohnen noch bezahlbar bleiben, daher brauchen wir Bauland für Familien und die Förderung von Baugenossenschaften, die das Gemeinwohl sichern.
Bessere Ausstattung der Schulen
Bildung ist unsere wichtigste Ressource und darf nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängen. Gute Bildung ist entscheidend für Aufstiegschancen und Lebensperspektiven. Die bittere Realität ist: immer weniger Geld steht für Schulen, Technik und Gebäude zur Verfügung und der Handlungsbedarf für Investitionen wird größer.
Der Lahn-Dill-Kreis als Schulträger steht daher in der Pflicht, alle Anstrengungen zu unternehmen, damit unserer Schülerinnen und Schüler eine optimale Beschulung gewährleistet bekommen – genau dafür machen wir uns stark. Gute Schulen sind die Grundlage für starke und erfolgreiche Menschen!
Öffentlichen Personennahverkehr zukunftsfähig machen
Viele Menschen erleben Verkehrspolitik nur noch als Kulturkampf: PKW gegen Fahrrad, Stadt gegen Land. Im Lahn-Dill-Kreis brauchen wir Lösungen, die funktionieren. Wir möchten uns als BSW dafür einsetzen, dass wir sichere Wege für alle schaffen, Fahrradwege ausbauen und guten ÖPNV im ländlichen Raum erhalten. Deshalb ist es wichtig, dass zukünftig Auto, Fahrrad, Fußverkehr und ÖPNV gleichberechtigt und vernetzt geplant werden.
Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum erhalten
Wo Beratung und Gesundheitsversorgung wegbrechen, wächst Unsicherheit und damit Konfliktpotential. Krankenhausschließungen bzw. Teilschließungen, fehlende Arztpraxen, steigende Gebühren und Abgaben treffen uns gerade im Lahn-Dill-Kreis hart. Wir möchten die soziale Beratung und Anlaufstellen in der Region stärken und die kommunalen Krankenhäuser und Gesundheitseinrichtungen erhalten und modernisieren. Dabei müssen wir die Haus- und Fachärzte stärken und Anreize schaffen, sich im ländlichen Raum niederzulassen.
Tierwohl stärken – Landwirtschaft erhalten
Für viele Bürgerinnen und Bürger sind Haustiere Familienmitglieder. Dabei sollten alle Tiere gut behandelt werden. In den Tierheimen an Lahn- und Dill werden vielen Tieren meist durch ehrenamtlich geleistete Arbeit versorgt, gepflegt, gerettet und natürlich auch vermittelt. Wir wollen die heimischen Tierheime stärken, indem wir im Lahn-Dill Kreis in allen Kommunen flächendeckend eine Katzenschutzverordnung einführen.
Unsere heimische Landwirtschaft, die nicht nur die regionale Lebensmittelversorgung mitsichert, sondern gleichzeitig auch Naturschutz fördert, braucht unsere Unterstützung. Die Energiekostensteigerungen in den letzten Jahren hat auch hier im Lahn-Dill-Kreis Landwirte an den Rand des Ruins geführt. Wir wollen uns dafür einsetzen, dass die Belastungen der heimischen Landwirte gesenkt werden.