Die meisten Kommunen pflegen Partnerschaften mit Städten und Gemeinden anderer Länder. Städtepartnerschaften fördern den Frieden, indem sie den internationalen Dialog auf kommunaler Ebene stärken, Vorurteile abbauen und gegenseitiges Verständnis fördern. Sie schaffen persönliche Verbindungen zwischen Menschen aus verschiedenen Ländern, die damit einen Beitrag zur Deeskalation von Konflikten leisten und gemeinsame Werte wie Frieden, Freiheit und Demokratie hochhalten. Solche Partnerschaften sind eine Form von „Außenpolitik von unten“ und tragen dazu bei, Freundschaft und Solidarität über Grenzen hinweg zu etablieren.
Insbesondere in Krisensituationen können sie als Friedenssignale wirken und den Austausch zwischen unterschiedlichen Kulturen und politischen Systemen fördern. Städtepartnerschaften ermöglichen auch praktische Kooperationen in Bereichen wie Bildung, Kultur, wirtschaftliche Entwicklung und Flüchtlingspolitik, die den Frieden langfristig sichern helfen.
Wir wollen solche Partnerschaften mit Kommunen und Städten aller Länder. Der Austausch führt zu gegenseitigem Verständnis und ist damit eine Keimzelle für den Frieden. Wir fordern, dass diese Partnerschaften nicht vom Handeln oder kurzfristiger Reflexe der Regierungen der deutschen Partnerkommunen abhängig gemacht werden. Die Bürger und die Kommunen sind nicht für deren Handeln verantwortlich.
Das BSW spricht sich für das internationale Netzwerk „Mayors for Peace“ (Bürgermeister für den Frieden) aus.